Historie

Der Billardclub „Unter Uns“ Dahlhausen wurde am 25.2.1926 im Lokal Becker in Dahlhausen gegründet. Zu dieser Zeit wurde der Billardsport noch in rein geselliger Form ausgetragen.

Nach dem 2. Weltkrieg waren es Bernhard Rose und Heinz Hogemann, die für den Neuaufbau des Vereins verantwortlich waren.
Bereits im Jahr 1950 wählten die Verantwortlichen die Gaststätte Otto Hose zum neuen Vereinsheim, was wohl ausschlaggebend für die großartigen Erfolge von Klaus Hose, dem Enkel des neuen Vereinswirtes, war. In der Gaststätte seines Großvaters  bekam der Weltklassespieler die ersten Billard-Anleitungen von seinem Vater Helmut Hose. 
Erst 1960 stellte man durch den Beitritt im Billard-Kreisverband Bochum-Witten die Weichen für den rein sportlichen Betrieb.
Bereits in ihrer ersten Saison  wurde die 1. Mannschaft mit Klaus Hose, Karl-Heinz Sonneborn, Paul Kimmeskamp, Wolfgang Fischer und Wolfgang Kuhnke  Meister der 2. Landesliga in Westfalen.

In der Saison 1962/63 wurde die Mannschaft mit Alfred Scharmach sogar ungeschlagen Meister der 1. Landesliga in der Freien Partie am kleinen Billard. Im gleichen Jahr wurde auch der Titel im Cadre 35/2 auf Landesebene gewonnen und Klaus Hose Deutscher Jugendmeister auf dem kleinen Billard.


In Gelsenkirchen-Buer wartete auf die Newcomer schließlich der erste ganz große Erfolg.

v.l. Scharmach, Fischer, Kimmeskamp, Sonneborn, Hose[/caption] Deutscher Mannschaftsmeister Freie Partie

 

In der Saison 1964/65 wurde nur noch mit 4er-Mannschaften gespielt und der Dahlhauser Billardclub blieb weiterhin ungeschlagen. In der Landesliga Freie Partie kleines Billard bedeutete dies den ersten Platz und in der gleichen Klasse die Titelverteidigung im Cadre 35/2.

 

Bei den Deutschen Meisterschaften, Freie Partie, kleines Billard, konnte die Mannschaft ihren Titel nicht verteidigen. Trotz gleicher Match- und Partiepunkte reichte es ungeschlagen „nur“ zum zweiten Platz.

Zum Abschluss der Spielzeit gab es dann jedoch noch der Überraschungssieg in Berlin. In der Höhle des Löwen (Berlin mit Dieter Müller) wurde der DBC Deutscher Mannschaftsmeister im Cadre 35/2.

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Nach zwei Auotpannen in der DDR aus Berlin zurück. Feier in der Gaststätte Hose.

 
Der DBC Bochum wurde von 1975 bis 1981  sechsmal deutscher Mannschaftsmeister und das auschließlich mit Bochumer Spielern. Es spielten damals: In der Freie Partie Paul Kimmeskamp und Dieter Baumbach (später Wolfgang Kuhnke), im Cadre 47/2 Klaus Hose und Karl Heinz Sonneborn (später Heinz Vosmerbäumer) und im Dreiband Jürgen Sedello und Edgar Bettzieche.

Klaus Hose brachte es auf insgesamt 22 deutsche Einzeltitel und vier Europameisterschaften; er erhielt 1980 vom Bundespräsidenten das Silberne Lorbeerblatt für außerordentliche Leistungen. Karl Heinz Sonneborn, Jürgen Sedello und Paul Kimmeskamp errangen seinerzeit ebenfalls Titel und Medaillen bei deutschen Meisterschaften. Der DBC Bochum avancierte zu einem der erfolgreichsten deutschen Billardvereine und ist in der Sportlandschaft der Stadt Bochum ein Begriff.  Aber auch als Ausrichter von großen Turnieren war der Verein tätig, indem man sieben deutsche Meisterschaften in Bochum ausrichtete. 1978 wurde vom Billardkreisverband mit Unterstützung der Stadt Bochum in der Rundsporthalle die Weltmeisterschaft im Cadre 71/2 zu Ehren von Klaus Hose ausgerichtet, bei dem Erwartungsdruck er jedoch nur den 5. Platz belegte (Dieter Müller wurde Weltmeister).

Insbesondere durch das Fehlen von Sponsoren und den damit verbundenen Weggang des Weltklassespielers  Klaus Hose im Jahre 1982 und die Zulassung von bis zu zwei Ausländern in einer Bundesligamannschaft schaffte der DBC Bochum manchmal nur mühsam den Klassenerhalt.

Es wurde erst besser, als 1984 mit Fabian Blondeel und ein Jahr später mit Volker Baten riesige Billardtalente aus der Umgebung zum DBC Bochum stießen. Hier hatten sie unter Anleitung von Klaus Hose, der seit mehr als 10 Jahren auch nebenbei erfolgreicher Bundestrainer des Deutschen Billard-Bundes war, beste Möglichkeiten. Dieser trainierte seine Schüler auch kostenlos bei sich zuhause, da er einen eigenen Billardtisch besaß. Erst als beide jungen Spieler auf ihren Turnieren ausreichend Erfahrungen gesammelt hatten, wurden die ersten deutschen Einzeltitel gewonnen. In der mit Welt- und Europameistern bestückten Bundesliga konnte der DBC Bochum wieder ein erstes Wort mitsprechen, nachdem auch Sponsoren den Verein unterstützen.

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v.l. Betzieche, Galla, Baten, Leppens, Blondeel, Knoors


1995 wurde der Verein in der damals noch bestehenden Bundesliga mit sechs Spielern wieder deutscher Meister und errang als bisher einziges Mal den DM-Titel bei der Dreiband-DPMM. Paul Kimmeskamp brachte seine Erfahrungen als Organisator und Mannschaftsbetreuer der Bundesligamannschaft ein. Edgar Bettzieche errang erstmals 1993 seinen dritten deutschen Meistertitel im Dreiband und wurde ein Jahr später Vize-Weltmeister in Dänemark. Der talentierte Volker Baten wurde zweimal deutscher Meister im Cadre, während es Fabian Blondeel auf sechs deutsche Meistertitel brachte (aus beruflichen Gründen spielte er nur wenige mit). Blondeel gilt inzwischen als einer der besten Allroundspieler Europas, wie die  Titel in verschiedenen Disziplinen bei den Europameisterschaften zeigen. Nachdem er bereits 1991 und 1993 mit der Nationalmannschaft den Weltmeistertitel errang, wurde er2006 mit 40 Jahren in Holland zum 6. Mal Europameister. Leider wird dieser Dreikampf der Nationalmannschaften nicht mehr ausgerichtet. Für seine hervorragenden Leistungen wurde Fabian Blondeel 1997 vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog mit dem Silbernen Lorbeerblatt geehrt. Volker Baten, seinerzeit ebenfalls Nationalspieler, erspielte zweimal die Bronzemedaille  und der junge Stefan Galla konnte sogar die Silbermedaille in der Freien Partie bei der EM kurz nach der Grenzöffnung in Berlin-Ost gewinnen.

Tillemann, Blondeel, Nockemann, Pessarra und Teamchef Paul Kimmeskamp

Tillemann, Blondeel, Nockemann, Pessarra und Teamchef Paul Kimmeskamp

Neben Blondeel sind seine langjährigen Mannschaftskameraden Thomas Nockemann und Ludger Havlik  besonders hervorzuheben. Sie sind nicht nur Garant für weitere DM-Titel des Vereins in der heutigen 4er-Bundesliga, sondern haben eine Vielzahl von DM-Einzeltitel gewonnen. Ludger Havlik brachte es auf vier und Thomas Nockemann sogar bisher auf 22 deutsche Meistertitel und wird in einigen Jahren aufgrund seines für einen reifen Billardspieler jungen Alters sicherlich noch Rekordhalter werden können. In der Freien Partie hat er mit acht Titeln  den bisherigen Rekord von Klaus Hose bereits überholt. Wegen seiner Kampfkraft ist Nockemann im Cadre international gefürchtet, denn er wurde 1999 und 2001 zweimal Europameister im Cadre 71/2. Der Umbruch der Mannschaft, an dem auch Dirk Peßarra 1996 im Cadre 47/2 mit drei deutschen Mannschafts- und einem Einzeltitel beteiligt war, ist also bestens gelungen. Der Verein ist stolz auf seine Spieler.

Es hat sich bewiesen, dass die kontinuierliche Förderung talentierten und Billard-besessenen Nachwuchses der richtige Weg ist.   Neben kleineren Sponsoren würdigen insbesondere die Stadtwerke Bochum als Hauptsponsor die jahrelange solide Arbeit des Vereins. Wir meinen, auch in Zukunft weiterhin ein leistungsorientierter und zuverlässiger Werbepartner zu sein. Der Sponsor UBM hat mit der Übertragung der Play-Offs2006 live im Internet neue Wege im Billardsport angestoßen. Ohne Sponsoring und finanzielle Unterstützung ist Spitzensport im Billard heute nicht mehr möglich.

In den vergangenen 10 Jahren holte der Verein insgesamt 8 von 10 möglichen Meistertiteln und bleibt weiterhin das Nonplusultra des deutschen Billardsports. Mit den Sportlern Thomas Berger, Fabian Blondeel, Xavier Gretillat, Ludger Havlik, Thomas Nockemann, Sam van Etten und Horst Wiedemann konnte man in jeder Saison die beiden Spitzenplätze garantieren. Im Jahr 2013 und 2015 konnte sich der DBC auch international durchsetzten, scheiterte jedoch 2 Mal im Finale der sogenannten „Billlard Champions-league“ und wurde somit Vizeeuropameister der Vereinsmannschaften.

Im Jahr 2010 entstand auf Wunsch des Vorstandes außerdem eine 2. Mannschaft, die vier weitere Spielzeiten fest in das Bundesliga Geschehen eingreifen sollte. Ziel war es die Jugendlichen im Verein von Anfang an auf die Bundesliga vorzubereiten und ihnen Spielpraxis zu bieten, um somit die 1. Mannschaft in der Zukunft zu verjüngen. In der Saison 2015/16 spielte die 2. Mannschaft auf Grund eines Zusammenschlusses der ersten und zweiten Liga in der Bundesliga mit. Dies wurde für die Saison 2016/17 nicht legitimiert.

Simon Blondeel holt Bronze bei der Jugendeuropameisterschaft in Brandenburg

Auch die Jugend profitiert von der verstärkten Nachwuchsarbeit. So wurden die Jugendmannschaften 2011, 2013, 2014, 2015 Deutscher Meister und im Jahr 2015 gar Jugendeuropameister der Vereinsmannschaften in Brandenburg a. d. Havel.Simon Blondeel als Supertalent in den eigenen Reihen wurde zweimal Jugendeuropameister in der U17, sowohl im Dreiband, als auch in der Freien Partie und verteidigte 2016 seinen Jugendeuropameistertitel in der U17 in Dudelange in Luxemburg. Außerdem erhielt er den Preis zum „Sportler des Jahres“ von der Stadtsportjugend Bochum.

Im Jahr 2017 konnte der DBC Bochum seinen Traum erfüllen und gewann erstmals den Europapokal für Vereinsmannschaften in Prag. Sam van Etten, Thomas Nockemann und Ludger Havlik hießen die Helden, die im Finale das Team vom BCCO Ronchin mit 4:2 bezwangen.
In Merklinde holte der DBC dann auch noch gegen den Gastgeber die deutsche Meisterschaft, was den ersten Double-Sieg in seiner Vereinshistorie bedeutete.